Also alles Begann so ungefähr als ich 8 Jahre alt war und einen Hund in einem Zoo-Geschäft sah. Sofort fragte ich meine Mutti ob ich auch einen Hund bekommen dürfte, da sagte sie:

"Wenn Du mal groß bist und der Platz da ist". Darauf hin fingen für meine Eltern sehr anstrengende 6 Jahre an, denn ich hatte sie ständig mit meinem Wunsch einen Hund zu bekommen genervt.

Dann war es endlich soweit, ich war größer und ein Grundstück hatten wir jetzt auch. Meine Eltern hatten also keine Ausreden mehr und so bekam ich endlich zu meinem 14.Geburtstag meinen Hund den ich mir von meinem Geburtstagsgeld selber kaufen durfte. So ging es ab in das Tierheim nach Dresden. Und da saß er, ein kleiner drei Monate alter Hundewelpe.

Wir gaben im den Namen Blacky, er ist ein Pudel Mix (seine Mutter war ein Pudel). Und so fing alles an. Er kam überall mit hin, auf Toilette, in mein Bett, ja auch beim Essen lag er in der Küche nur in die Schule konnte ich in leider nicht mitnehmen.

Jetzt war alles klar, mein Traumberuf mußte unbedingt etwas mit Tieren sein. Und so begann ich überall, wann es mir in meiner Freizeit möglich war, in Zoogeschäften und Tierheimen aus zu helfen. Zusätzlich bewarb ich mich in ganz Deutschland um einen Ausbildungsplatz als Tierpflegerin und Tierarzthelferin.

Da ich nie genug von Tieren bekam fragte ich meine Tierärztin ob ich nach der Schule und an den Samstagen kommen durfte um zu helfen. Das tat ich dann auch mit viel liebe zu den Tieren.

Eines Tages meldete sich der Vorstandsvorsitzender Herr Möhrke (www.foxterrier-bismarckquelle.de) vom  Deutschen Foxterrier-Verband e. V (FCI) bei mir, weil er mein Stellengesuch in der "Partner Hund" gelesen hatte. Er selber züchtet sehr Erfolgreich Fox Terrier und lud mich zu einem Vorstellungsgespräch und Praktikum ein.

Juhu…es waren gerade Ferien und los ging es, ab nach Dortmund. Ich lernte in den 14 Tagen die Trimmtechnik von Fox Terrier, Welsh Terrier und Airedale Terrier für die Ausstellung. Da die Tochter Tierärztin (in der Dr. Arbeit) war, konnte ich auch dort in der Praxis mit helfen. Es hat mir riesigen Spaß gemach und ich denke heute noch gerne an die Zeit zurück.

Nun der Schulabschluss rückte immer näher und ich hatte zwar eine Lehrstellenzusage in Dortmund, aber leider erst für das nächste Jahr.

Es war wieder ein normaler Samstag und ich ging zu meiner Tierärztin in die Praxis.

Mitten in der Arbeit fragte Sie mich, ob ich denn schon eine Ausbildungsstelle hätte und ich sagte: "leider erst im nächsten Jahr". Dann konnte ich meinen Ohren kaum trauen, als Sie sagte: "...dann hast du jetzt eine".

Sofort viel ich Ihr um den Hals und freute mich riesig. Meine Traum Lehrstelle und das nicht einmal 20 Minuten von Zuhause weg.

Von 1996-2000

Das Fell von meinem Hund wuchs und wuchs in voller Pracht, so Beschloß ich, er muss unter die Schere. Nichts leichter als das dachte ich mir und kaufte eine günstige Schermaschine und legte sofort los. Ja, vier Stunden später war ich dann einiger maßen mit dem Ergebnis zufrieden.

Bei der Arbeit an meinem Hund kam mir die geniale Idee: "Ich mache noch eine weiter Ausbildung zur Hundefrisörin". Ich erzählte alles sofort meiner Mutti die mir darauf hin Ihre Hilfe zur Umsetzung anbot. Denn mit meinem Lehrlingsgeld hätte ich die Ausbildung nicht bezahlen können.

Im April 1998 war es dann soweit, ich fuhr nach Altötingen in Bayern und machte mein Diplom für die Hundepflege. Mit dieser Qualifikation habe ich dann die Möglichkeit genutzt mein Gehalt etwas aufzuwerten, indem ich in der Tierarztpraxis meiner damaligen Chefin, die Hunde geschnitten und getrimmt habe.

Dank meiner Tierärztin habe ich zusätzlich einige Lehrgänge über Ernährungsphysiologie und Laboruntersuchung und Befundauswertung absolviert. Folgerichtig habe ich dann 1999 zusätzlich den Fachberater für Tiergesundheit mit Erfolg auch noch abgeschlossen.

Im Dezember 1999 wurde meinem Bruder und mir ein sehr schönes Weihnachtsgeschenk von meinen Eltern gemacht. Wir durften zwei Wochen eine Marokko Rundreise mit dem Wohnmobil mit machen, da meine Eltern über vier Monate dort waren.

Sofort packte ich, alles was ich an Medikamenten (Floh,-Parasiten,-Entwurmungsmittel und einiges für eine Wundversorgung) bekommen konnte ein, da ich wußte dass es sehr viel Elend bei den Hunden in Marokko gibt und auch leider keine Tierschutzorganisation die sich für diese einsetzen. Ich habe angefahrene Hunde in allen Zuständen, zum Teil noch Lebend und im Todeskampf gesehen. Bei diesen Gedanken treibt es mir Heute noch die Tränen in meine Augen, da ich die Bilder nie vergessen werde.

So sollte es wohl auch sein, dass ich am 25.12.1999 meine zweite große Hundeliebe gefunden habe. Es war Muttsch die Dalmatiener-Slugi Hündin die mit ihren fünf Welpen total abgemagert und kaum noch Fell auf dem Körper mein Herz sofort erobert hatte. Es war wohl von beiden Seiten Liebe auf den ersten Blick. Umgehend habe ich meine Eltern darum gebeten Mutsch mit nach Deutschland zu nehmen. Zum Glück sind die kleinen Welpen auch von einer Touristin mitgenommen worden. Sie ließ wohl Ihren Rüden herum laufen ohne aufzupassen, das er sich mit den einheimischen Hündinnen vermehrt.

An dieser Stelle eine große Bitte an alle Urlauber die Ihre Hunde mit in den Urlaub nehmen. Bitte doch auch daran zu denken, dass Sie das Elend damit noch unterstützen wenn die Hunde sich vermehren!!!

Im März war es dann endlich soweit Muttsch zog bei uns ein. Es war auch die Liebe auf den ersten Blick zwischen Black und Muttsch und diese hielt über 11Jahre bis zum letzten Tag unserer unvergessenen Muttsch weiter an.

Das Jahr 2000 und somit auch das Ende meiner Ausbildung, kamen immer näher. Meine Tierärztin wollte mich gerne übernehmen, konnte es aber leider nicht, da Sie noch 2 Jahre ausbilden mußte.

Nun im Juni 2000 erhielt ich nach erfolgreichem Abschluß meiner Ausbildung den Tierarzthelferinnenbrief.

Es folgte 1 Jahr als Urlaubs- und Krankenvertretung in einigen Tierarztpraxen und Zoogeschäften. Ich wünschte mir immer mehr einen festen Arbeitsplatz.

Ich überlegte wie ich etwas an meiner Situation ändern konnte ohne auf die Tiere zu verzichten. Ja da kam nur eine Möglichkeit in Frage die Selbständigkeit mit einem rund herum Service für Tiere.

Gesagt getan. 2001 eröffnete ich den Pfötchen-Service-Radebeul in Radebeul.

Der gute Zuspruch und meine zufrieden Kunden bewegten mich immer so weiterzumachen.

Und so kam es das ich mich im Jahr 2002 dazu entschloß ein Studium zum Tierheilpraktiker zu beginnen.

Ja und wie das Leben so Spielt kam am 23.07.03 meine Tochter Gina-Mae auf die Welt. Jetzt wächst Sie mit dem Salon/Praxis auf. Viele Eindrücke sind in ihr Heute schon so lebendig. Wie bei mir damals auch und ich erkenne mich teilweise auch in Ihr wieder.

Im Jahr 2007 erhielt ich meine Tierheilpraktiker Zusatzbezeichnung "Kleintier und Pferde Akupunktur" nach TCM.

Inzwischen leben in unseren Haushalt neben unseren zwei Töchtern, drei Hunde( Bild oben) und zwei Schlangen.

Durch stetige Aus- und Weiterbildungen und mit großen Lernerfolgen möchte ich für meine Kunden immer auf dem neusten Stand sein und bleiben.

 

Oktober 2010 verließ mich mein Treuer Wegbegleiter Blacky und konnte den nächsten Lebensabschnitt nicht mehr miterleben.

 

2010 kauften wir ein ehemaliges Bahnwärterhaus mit inzwischen 7.000 qm Grundstück und unser Hundehotel mit einem besonderen und dem Hund geschuldetem Flaier nahm gestalt an. Nix mit Zwinger und seperate "Wegsperr"-Zimmer. Nein, offene Rudelhaltung mit sozial und rudelfähigen Gästen füllen Heute das Leben in unserem Hundehotel. Sehen Sie selbst in der Fotogalerie - Hundehotel dazu mehr. 

 



 

 

Ihre

Jana Dawedeit (geb.Schmidt) & Heiko Dawedeit